Der Antrag


Die Verlobungsringe Die Verlobungsringe

[Magdalena]

 

Wir beide hatten ein sehr schönes Wochenende verlebt und Daniel hat mich schon die ganzen Tage auf die/das Überraschung/Geschenk gespannt gemacht das/dieses ich von ihm erst am Sonntag erhalten soll, da das/die Geschenk/Überraschung zu groß war um im Auto vor mir verstecken zu werden. Daniel drohte mir an, dass ich im Auto verbleiben solle und auf Ihn warten muss bis er Alles zu Hause fertig hat. Da es nicht wirklich warm war, schlug ich vor, dass ich ja im kleinen Arbeitszimmer warten könne, falls er dieses nicht benötige.

 

An der Haustür angekommen musste ich erst einmal im Hausflur verbleiben, damit er mögliche Hinweise verstecken konnte und die Überraschung nicht hin ist. Gefühlte 10 min. später durfte ich dann endlich auch mal rein. Ich wurde gleich ins kleine Zimmer durchgeschleust und hab es mir da am Laptop bequem gemacht. Ich denke mal, dass ich ihn durch mein Gefrage, wann ich denn wieder raus darf, genervt habe, was mir aber egal war, denn es wurde langweilig. Als Daniel dann endlich gesagt hat, ich dürfe kommen, habe ich mir den Spaß erlaubt und ihm gesagt, dass ich nun keine Lust mehr habe und nicht rauskomme. Daniel flehte mich an und ich erbarmte mich diesem.

 

Es lag eine rote Rosenblätterspur vor mir, die mir den Weg in Richtung Wohnzimmer deutete. Überall waren Kerzen an (was den Zeitaufwand erklärte, denn es sind ja um die 60 Stück) Ich folgte der Rosenspur und traf am Ende auf Daniel im Wohnzimmer auf mich wartend. Da war mir schon irgendwie klar, es ist kein Geschenk das hätte nicht ins Auto passen können. Daniel hat mich mal wieder aufs Glatteis geführt. Mit komischen Gefühlen bin ich Ihm entgegen getreten und da fing er an mir zu sagen wie wichtig ich ihm bin und wie glücklich er mit mir ist und dann…. Ging er vor mir auf die Knie und ich konnte es nicht glauben, dass er das jetzt ernst meint. Ich habe damit nicht gerechnet. Und war/ bin sehr glücklich darüber. Ich habe natürlich mit einem Ja geantwortet, obwohl ich ja Schabernack im Kopf hatte und ihn erst mit einem Nein ärgern wollte. Das hätte ich ihm aber nicht antun wollen und ich denke mal, er wäre sehr geknickt gewesen und das war es mir den Spaß nicht wert. Daniel steckte mir dann den schönsten Ring auf Erden an den Finger und wir beide waren sehr aufgeregt und freuten uns.

 

[Daniel]

 

Wir sind abends von unserem Wochenendausflug in Bochum zurück gekommen. Da ich ja noch ein wenig Stimmung vorbereiten wollte, musste Magdalena leider in meinem Büro warten. Meine Mama hatte mir am Samstag Blumen abgeholt, die ich bestellt hatte. Ich habe alle Kerzen im Wohnzimmer, Flur und Schlafzimmer angezündet und den Kamin angemacht. Dann habe ich von der Bürotür bis ins Wohnzimmer eine Spur aus Rosenblättern gelegt, die direkt zu mir führte. Und dann war es soweit, ich habe Magdalena gerufen. Ihre erste Antwort war: "Ich will jetzt nicht mehr kommen!". Nach ein bisschen Warten kam sie dann doch, die Augen wurden groß und strahlten. Ich nahm sie erst mal in den Arm und habe ihr gesagt wie glücklich ich mit ihr bin. Ich ging auf die Knie und musste sie festhalten, damit sie mir nicht wieder wegläuft. Sie sagte nur: "Nein!" Und dann stellte ich die alles entscheidende Frage. Ich zog die Ringe aus der Hosentasche...

 

Noch ehe ich es ausgesprochen hatte sagte sie :"Ja!Ja!Ja!", und wir steckten uns die Ringe gegenseitig an die Finger. So richtig fassen konnte sie es jedoch noch nicht, es war noch nicht ganz im Gehrin verarbeitet. Das kam etwas später, nach dem sie mit ihrer Schwester telefoniert hatte. Anschließend haben wir meine Mama angerufen, aber die hatte sich das schon fast gedacht. Magdalenas Eltern waren als nächstes an der Reihe, aber wir konnten sie leider nicht erreichen (3x haben wir angerufen und jedes Mal sprang der Anrufbeantworter an). So kam es dann, dass Dani und Johann es erst am nächsten Tag erfahren haben und die erste Frage war soweit ich weiß: "Ist etwas passiert?", da Magdalena eine SMS geschrieben hatte, dass sie sich dringend melden sollten. 

 

Es war etwas passiert, jedoch nichts Schlimmes, sondern etwas sehr Schönes!